Laserbeschriftung auf Ihrem Material testen: Welche Informationen werden für Applikationstests benötigt?

Ist Ihr Projektzeitplan eng? Möchten Sie, dass gleich beim ersten Applikationstest aussagekräftige Ergebnisse erzielt werden? Schauen Sie sich die folgenden Hinweise an, welche Informationen Sie Ihrem Laserlieferanten zur Verfügung stellen müssen, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass Sie gleich beim ersten Applikationstest relevante und aussagekräftige Ergebnisse erhalten:

1. Definieren Sie Ihren Bedarf

Überlegen Sie genau, was Sie erreichen möchten und was für Sie am wichtigsten ist.

2. Definieren Sie die inhaltlichen und visuellen Details

Stellen Sie eindeutige Informationen bereit, welche Inhalte Sie wie und wo auf Ihrem Produkt benötigen. Beschreiben Sie die Details wie Textinhalt, Textschrift (z. B. einzeilig, True Type) und Höhe (in mm), Grafiken (nur Umriss oder gefüllt), 1D- oder 2D-Code (codierter Inhalt, Ausgabegröße, Code-Typ, Mindestgrad der Lesbarkeit) und so weiter. Ideal ist es, wenn diese Informationen anhand von einer Zeichnung veranschaulicht werden.

3. Wieviel Zeit steht für die Markierung zur Verfügung?

Informieren Sie sich über die verfügbare Nettomarkierzeit pro Markierung. „Nettomarkierzeit“ bedeutet hier, wieviel Gesamtzeit für den Markierprozess selbst verfügbar ist. Wenn Sie keine Nettomarkierzeit angeben können, geben Sie stattdessen die Zykluszeit des Herstellungsprozesses an, in der die Kennzeichnung erfolgt, oder den maximalen Durchsatz pro Stunde.

4. Spezifizieren Sie die Art der Markierung

Geben Sie an, wie die Markierung auf Ihrem Produkt aussehen soll. Ist zum Beispiel ein hoher Kontrast erforderlich oder ist eine vom Menschen lesbare Schmelzmarkierung ausreichend? Oder soll die Markierung mit einer Materialentfernung (Gravur) einhergehen oder ist das Gegenteil erforderlich, d. h. die Markierung soll eben sein, also nicht in die Tiefe gehen? Wenn möglich, fügen Sie ein bereits markiertes Teil bei, das zeigt, was Sie (mindestens) erwarten

Detail auf der linken Seite: kontrastreiche Schwarz-Weiß-Markierung für optimale Maschinenlesbarkeit.
Schmelzmarkierung für die Rückverfolgbarkeit auf Automobilbauteil (menschenlesbar).
Glatte, biokompatible Markierung auf einem Dentalimplantat (Anlassbeschriftung).

5. Welches Material soll markiert werden?

Geben Sie Informationen zu den bereitgestellten Materialien an. Wenn Sie unterschiedliche Materialien mit dem gleichen Lasersystem markieren möchten oder müssen, machen Sie dies von Anfang an deutlich und definieren Sie, welche dieser Materialien mit dem ausgewählten Laser beschriftbar sein müssen und bei welchen es wünschenswert wäre, dass Sie mit dem ausgewählten Laser markiert werden können.

Tag-Nacht-Design für den Automobilinnenraum auf einem Kunststoffschalter.
Mit Faserlaser markierter Code auf PEEK (Polyetheretherketon) für medizinische Anwendungen.
Farbige Laserbeschriftung auf rostfreiem Edelstahl.

Wie Sie sehen, können Sie viel dazu beitragen, dass die ersten Testergebnisse für Sie und Ihr Team aussagekräftig sind. Aber: Machen Sie sich keine Gedanken, wenn Sie nicht gleich alle diese Informationen parat haben, vielleicht weil Sie sich das erste Mal mit dem Thema Laserbeschriftung beschäftigen – Laserexperten beraten Sie und helfen Ihnen die relevanten Details zu definieren.

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