Lasermarkierung auf Kugellager – Gravur versus Anlassbeschriftung

Für den FOBA Musterkoffer haben wir ein Kugellager zu Demonstrationszwecken in zwei Verfahren markiert: Mit einer Lasergravur auf dem äußeren, im Farbumschlagverfahren auf dem inneren Ring. Beide Markierungen sind robust und haltbar. Bei stark beanspruchten Oberflächen aus Metall, wie zum Beispiel manchen Kugellagern, bevorzugt man häufig die Gravur, da diese auch im Fall eines stärkeren Abriebs lesbar bleibt.

Bei der Anlassbeschriftung entsteht durch Erhitzung der Oberfläche auf 200 bis 360 Grad Celsius an den gewünschten Stellen eine farbige bis schwarze Oxidschicht, die nur wenige Mikrometer stark ist. Die Oberfläche selbst bleibt dabei unbeschädigt.

Bei der Gravur löst der Laser gezielt Partikel aus dem Material, teilweise durch Verdampfung, teilweise durch Schmelzen, so dass Vertiefungen von bis zu mehreren Zehntel Millimetern entstehen. So bleibt die Gravur bei Verschleiß oder Abrieb der Produktoberfläche erhalten. Möglich ist auch, Lack auf das Metall aufzubringen, ohne dass die eingravierte Markierung verschwindet.

Typische Anwendungen für Gravuren sind Automobilbauteile, Prägewerkzeuge oder Spritzgussformen. Die Anlassbeschriftung bewährt sich unter anderem bei Produkten aus Edelstahl oder Titan, aber auch bei allen anderen eisenhaltigen Metallen.