Blog – Applikation des Monats Tierohrmarken – Lasermarkierung im Stall und auf der Weide

Informationsmanagement und „UAI“ („Unique Animal Identification“) machen auch vor der Landwirtschaft nicht Halt. Zum Zweck der Herkunftssicherung, zur stallinternen Dokumentation, für die Milchleistungsprüfung u. ä. erhalten Nutztiere eine Kennzeichnung. Lasermarkierer versehen Ohrmarken aus Kunststoff mit entsprechenden Nummern. Zur Absicherung des Verlusts einer Marke bekommen die Tiere zwei Marken, eine für jedes Ohr – doppelt hält besser.

Die grau-weißen, gehörnten Heidschnucken vom Dummersdorfer Ufer erhalten direkt nach der Geburt provisorische Erstmarken für die stallinterne Zuordnung zu ihrem Mutterschaf – weiß für die weiblichen, farbig und nach Zeitpunkt der Geburt wechselnd für die männlichen Lämmer.

Zur Aufnahme ins offizielle Bestandsregister bekommen sie mit ca. neun Monaten ihre endgültigen Ohrmarken mit einem elektronischen Chip. Individuelle Nummern werden (für jedes Bundesland) zentral vergeben und besteht aus der Nummer des Zuchtbetriebs und einer individuellen Kennung. In Deutschland sind die Kennzeichnung mit Ohrmarken und die bundesweite Registrierung aller Zucht- und Schlachttiere im HIT (Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere) vorgeschrieben.

Ihre Ohrmarke behalten die Tiere ein Leben lang. Die Lasermarkierung ist für den abnutzungsintensiven Gebrauch im Stall das etablierte Markierverfahren. Markiert wird im klassischen Farbumschlag-/Aufschäumverfahren mit einem Faserlaser